WILLKOMMEN BEI VR-TECHNIK

 VR-Brille - Google Daydream View kommt am 10. November

 

 

Nach dem Smartphone Pixel bringt Google seine nächste Hardware in den Handel: Die VR-Brille Daydream View ist ab 10. November im Handel.

Das mit Stoff bezogene Headset für die Smartphones Pixel und Pixel XL soll nach Unternehmensangaben 69 Euro kosten. Damit tritt die Brille in Konkurrenz zu Samsungs Gear VR, die etwa zum gleichen Preis angeboten wird.

Mit im Paket ist ein Controller zum Steuern von VR-Anwendungen. In der Form ähnlich einer Fernbedienung können mit dem Controller innerhalb eines VR-Spiels Bewegungen ausgeführt werden. In Fruit Ninja beispielsweise verwandelt er sich in ein Schwert, in Malprogrammen wird er zum Pinsel. 

Googles Daydream View kostet 69 Euro.Googles Daydream View kostet 69 Euro.

Während in den USA schon recht viele Anbieter mit an Bord sind - darunter auch Hulu, HBO und Netflix -, ist das Angebot in Deutschland noch sehr überschaubar. Besonders Streaminagdienste wie Maxdome, Netflix oder Amazon Video könnten als Kaufanreiz dienen - die große Kinoleinwand direkt auf der Nase, das müsste doch die eigentliche Killer-Application für VR sein.

Zunächst wird Daydream View nur mit den Pixel-Smartphones von Google zusammenarbeiten, weitere mit Daydream-kompatible Telefone und Brillen von anderen Herstellern sollen folgen.

 

Oculus Rift, HTC Vive und mehr: VR-TECHNIK zeigt die spannendsten VR-Brillen im Überblick!

Technik erklärt: VR-Brillen

Bei VR-Brillen für PC und Konsole verbauen Hersteller ein Display in einem kleinen Gehäuse. Davor liegen zwei Linsen, durch die der Nutzer blickt. Eine Software teilt das Bild fürs linke und rechte Auge, krümmt es und leitet es an das Brillen-Display. So erscheinen Spiele und Videos dem Betrachter beim Blick durch die Linsen gigantisch groß. Günstigere Brillen-Modelle verfügen über keinen eigenen Bildschirm. Stattdessen schieben Nutzer ihr Smartphone vor die Linsen des Brillen-Gehäuses. Mit speziellen Apps erzeugt das Handy dann das 3D-Bild.

Virtual Reality (kurz VR) ist in aller Munde. 2016 soll der Technologie, die mithilfe leistungsstarker Computer interaktive Umgebungen erschafft, endlich der Durchbruch gelingen. Das Potenzial ist enorm: Ob authentische Rennsimulation, blutige Shooter-Action oder der neueste Hollywood-Blockbuster – während bisher die nahezu perfekten Illusionen von fremden Welten oder fernen Zeiten vor dem TV-Rahmen endeten, holen Spiele und Filme dank VR-Technik Zocker und Cineasten mitten ins Geschehen. Zwei der polarisierendsten VR-Brillen sind mittlerweile in fertiger Version in der Redaktion eingetroffen:

Oculus Rift: Der Klassiker

2013 hat die Firma Oculus VR den VR-Trend mit der ersten Entwicklerversion der Oculus Rift losgetreten. Obwohl sich die Brille damals noch im frühen Stadium befand, machte sie bei kompatiblen Spielen bereits einen guten Eindruck. 2014 kaufte Facebook Oculus VR für rund 2,3 Milliarden US-Dollar und ließ verlauten, dass man in das Projekt weiter investieren wolle. Und in den vergangenen Jahren hat sich tatsächlich einiges getan: Bot die erste Version noch eine Auflösung von 1280x720 Pixeln, kommt die fertige Brille nun auf 2160x1200 Bildpunkte (1080x1200 Pixel je Auge). Anfangs nur mit dem PC kompatibel, lassen sich mit der Verkaufsversion der Brille Spiele und Filme von der Xbox One über den PC auf die Brille streamen. Seit April 2016 ist die HTC Vive für 699 Euro (zuzüglich Zoll und Versand) erwerbbar. Im Praxis-Test unterstrich die Oculus Rift ihre hochwertige Verarbeitung und arbeitete verzögerungsfrei.

HTC Vive: Der Konkurrent

Mit dem Steam-Betreiber Valve hat HTC einen finanzstarken wie Spiele-versierten Partner für die Entwicklung der Vive an Bord. Die gemeinsame VR-Brille zieht in Sachen Technik mit der Oculus Rift gleich. Beide nutzen ein OLED-Display mit 2160x1200 Bildpunkten, das mit 90 Hertz arbeitet. Das Sichtfeld beträgt ebenfalls 110 Grad. Auf der Waage offenbart sich aber ein nicht zu unterschätzender Unterschied: Die Vive wiegt 555 Gramm. Damit „drücken“ fast 100 Gramm mehr auf die Nase als bei der Oculus Rift. Entwarnung: Im Praxis-Check verteilte sich das Zusatzgewicht gut, erst nach längerem Spielen ist das Gewicht wirklich spürbar.


HTC Vive © HTC/Valve

Die HTC Vive zieht den Spieler mitten in die VR-Welt, lässt ihn auf einem kleinen Raum toben.

 

PlayStation VR: Der Player

Die PlayStation VR (ehemals unter dem Namen Project Morpheus bekannt) ist bei Sony vom Experiment zum ernst zu nehmenden Produkt gereift. Zunächst für die erste Jahreshälfte 2016 angekündigt, verzögert sich der Erscheinungstermin der VR-Brille auf Oktober 2016. Medienberichten zufolge soll die PlayStation VR bei Erscheinen über das umfangreichste Spieleangebot verfügen und sich so von den Mitbewerbern absetzen. Technisch könnten die Spiele für die PlayStation VR mit denen für die Oculus Rift mithalten, sollte an den Gerüchten zu einer PlayStation 4 Neo mit optimierter Hardware etwas dran sein. Preislich orientiert sich die VR-Brille aus dem Hause Sony wohl an einer neuen Spieleplattform – kostet also rund 400 Euro. Jüngste Meldungen besagen, dass Sony eine Veröffentlichung der PlayStation VR für Heimcomputer in Erwägung zieht.


Sony PlayStation VR © Sony

Die PlayStation VR soll Virtual Reality an der PS4 salonfähig machen und ab Release mit vielen verfügbaren Spielen überzeugen.

 

 

Google Cardboard: Der Pappenheimer

Schon 2014 gab es ein schönes Geschenk von Google: Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2014 verteilte das Unternehmen ein Bastelset aus Pappe an alle Teilnehmer. Wer alles richtig zusammengefaltet hatte, erhielt hinterher das Google Cardboard, eine VR-Brille für Smartphones. Die Inhalte gab es per App. Mittlerweile steht auch die 3D-Sound-Software bereit, mit der sich der Ton passend zum Bild wiedergeben lässt. Das Cardboard war nicht nur eine lustige Idee, sondern diente auch als Vorlage für weitere Brillen. Bei Online-Händlern finden sich diverse Kopien für wenig Geld.



Einfach selber basteln: Googles Cardboard überzeug durch den niedrigen Preis und den simplen Zusammenbau.

Besser zocken: Spiele für VR-Brillen

Virtual Reality ist wohl das heißeste Thema der Spielebranche 2016. Die Hersteller verschiedener VR-Brillen haben erste Games im Angebot oder arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung. Der Branchenprimus Oculus Rift weist bereits portierte Spiele und Neuentwicklungen vor. Auch die in Kooperation mit Valve entwickelte HTC Vive hat allem Anschein nach das Potenzial, in der Gaming-Branche groß rauszukommen.